Lineal
Maßstab 1:1

Lineal in Originalgröße

Maßstabsgetreu messen am Bildschirm: Was Originalgröße technisch bedeutet, warum der Browser sie nicht von allein kennt und wie du sie in einer Minute herstellst.

Lineal (Waagerecht)
Nicht kalibriert
Die drei Faktoren

Wovon die Originalgröße abhängt

Stimmen diese drei Dinge, stimmt auch die Messung.

Maßstab
1:1

Originalgröße bedeutet 1:1

Ein Zentimeter auf dem Bildschirm entspricht einem Zentimeter in der Realität – erst nach der Kalibrierung deines Displays.

Standardwert
96 dpi

Die Annahme des Browsers

Ohne Kalibrierung rechnet jeder Browser mit 96 Bildpunkten pro Zoll. Kaum ein reales Display trifft diesen Wert exakt.

Voraussetzung
100 %

Browser-Zoom

Jede Zoomstufe ungleich 100 Prozent skaliert die Anzeige mit und verfälscht damit jede Messung linear.

In vier Schritten zur maßstabsgetreuen Anzeige

  1. 1

    Browser-Zoom auf 100 % setzen

    Setze den Zoom mit Strg + 0 (Windows) beziehungsweise Cmd + 0 (Mac) zurück, damit die Anzeige nicht skaliert wird.

  2. 2

    Referenzkarte anlegen

    Halte eine EC- oder Kreditkarte an den Bildschirm. Solche Karten sind nach ID-1 genormt exakt 85,6 Millimeter breit.

  3. 3

    Skala anpassen

    Öffne die Kalibrierung und verschiebe den Regler, bis die Bildschirmbreite exakt der Kartenbreite entspricht.

  4. 4

    Ergebnis prüfen

    Miss einen bekannten Gegenstand gegen, zum Beispiel ein DIN-A4-Blatt mit 21,0 Zentimetern Breite.

Referenzmaße zum Gegenprüfen

Diese Gegenstände sind genormt und eignen sich als Kontrolle, ob die Skala wirklich in Originalgröße angezeigt wird:

Gegenstand Genormtes Maß
EC-/Kreditkarte (ID-1) 85,60 × 53,98 mm
DIN-A4-Blatt 210 × 297 mm
1-Euro-Münze 23,25 mm Durchmesser
2-Euro-Münze 25,75 mm Durchmesser
Personalausweis (Deutschland) 85,60 × 53,98 mm

Die vollständige Anleitung mit allen drei Methoden steht unter Lineal kalibrieren.

Häufige Fragen

Fragen zur Originalgröße

Maßstab, Kalibrierung und die Grenzen der Bildschirmmessung.

Originalgröße bedeutet Maßstab 1:1: Eine Strecke von einem Zentimeter auf dem Bildschirm ist auch in der Wirklichkeit genau einen Zentimeter lang. Am Bildschirm ist das keine Selbstverständlichkeit, weil jedes Display eine andere Pixeldichte hat und der Browser die physikalische Größe nicht zuverlässig kennt.

Browser rechnen mit einem festen Referenzwert von 96 CSS-Bildpunkten pro Zoll. Ein modernes Notebook-Display hat aber oft 140 Bildpunkte pro Zoll und ein Smartphone deutlich über 400. Ohne Kalibrierung kann die angezeigte Länge daher um mehrere Dutzend Prozent daneben liegen.

Nimm einen genormten Gegenstand als Gegenprobe. Eine EC- oder Kreditkarte ist exakt 85,6 Millimeter breit und 53,98 Millimeter hoch, ein DIN-A4-Blatt misst 210 × 297 Millimeter, ein Ein-Euro-Stück hat 23,25 Millimeter Durchmesser. Stimmen diese Maße auf der Skala, ist die Kalibrierung korrekt.

Maßstabsgetreu heißt, dass alle Längen im selben, bekannten Verhältnis zur Wirklichkeit stehen. Beim Maßstab 1:1 ist dieses Verhältnis eins zu eins, also Originalgröße. Ein Maßstab 1:2 würde jede Strecke halbiert darstellen.

Nein. Die Umschaltung zwischen Zentimeter, Millimeter und Zoll ändert nur die Beschriftung und die Strichteilung. Die physikalische Skalierung bleibt identisch, weil intern immer in Millimetern gerechnet wird.

Ja. Beim Verändern der Fenstergröße wird nur mehr oder weniger Skala sichtbar, der Abstand zwischen zwei Zentimeter-Strichen bleibt gleich. Anders beim Browser-Zoom: Der skaliert die gesamte Seite und damit auch das Lineal.

Für den Alltag ja, für technische Präzisionsmessungen nein. Nach sauberer Kalibrierung liegt die Abweichung meist im Bereich von ein bis zwei Millimetern. Eine physische Messschraube oder ein Messschieber bleibt für Zehntelmillimeter die richtige Wahl.